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Der moderne Schornstein im Haus
Mit dem Begriff Schornstein verbindet die Fachwelt die Einrichtungen zur Ableitung von Rauchgasen aus Feuerstätten für feste Brennstoffe.
Im Klartext heißt das, alle Öfen, Kamine und Verbrennungsapparate in denen Kohle, Koks oder Holz verbrannt wird, werden an Schornsteine angeschlossen. Feuerstätten für gasförmige und flüssige Brennstoffe (Erdgas, Flüssiggas, Heizöl u.a.) hingegen verteilen die Verbrennungsrückstände über Abgasleitungen in die Atmosphäre.
Schornsteine werden heutzutage aus Kosten- und Zeitgründen kaum noch mit einzelnen Ziegelsteinen von der Sohle bis zur Mündung gemauert. Moderne Schornsteinbauelemente haben den Ziegelstein abgelöst.
Zunächst regelte die DIN 18150 wie Schornsteinformsteine auszusehen haben und welche Mindestwandstärken dabei einzuhalten sind. Diese Art von einschaligen Schornsteinen, dessen Nachteile in seiner Anfälligkeit zur Rissbildung bei starken Temperaturschwankungen, Feuchteunbeständigkeit und geringen Gasdichtheit liegen, wurde durch den mehrschaligen Schornstein abgelöst.
Diese Schornsteine bestehen aus einem Leichtbeton Mantelstein, 1000° hitzebeständiger Mineralwolldämmung und einem keramischen Innenrohr. Die Verwendung eines Schornsteins wird durch seine Klassifizierung geregelt.
Aber auch hier hat die Entwicklung am Schornstein noch nicht halt gemacht. Marktführende Hersteller haben die keramischen Innenrohre mit ihrer Nut-Feder-Verbindung durch die Anwendung von Hochtechnologie „veredelt“. Das Resultat sind isostatisch gepresste Muffenrohre, deren Anwendung im Schornsteinbau keine Grenzen gesetzt sind. Des weiteren setzen die Forderung nach einer dichten Gebäudehüllen und die Anwendung von kontrollierter Be- und Entlüftung im Hausbau Maßstäbe, die für den modernen raumluftunabhängigen Kamin / Kaminofen nur mit einem raumluftunabhängigen Schornstein für Festbrennstoffe energetisch sinnvoll zu erfüllen sind.
Nach wie vor regelt auch hier die bauaufsichtliche Zulassung die Herstellung, Überwachung und Anwendung. Doch mit Einführung der europäischen Normung bracht auch im Schornsteinbau ein neues Zeitalter an. Das CE-Kennzeichen hat Einzug in der Schornsteinbranche gehalten.
Ab 1. August 2004 müssen Schornsteine, die als Abgasleitung genutzt werden dieses Kennzeichen besitzen. Für die Bauherren ist das CE-Kennzeichen ein guter Hinweis, dass ein Schornstein mehr Wert ist.